Golshifteh Farahani (*10. Juli 1983 in Teheran, Iran) ist eine iranische Schauspielerin. Sie erhielt mehrere Filmpreise und lebt seit 2009 in Frankreich. Sie spielte Shansa.

Biografie[1]

Sie spielte in den 2000er Jahren bei preisgekrönten Filmen mit. Für den Film Boutique erhielt sie den Preis als beste Schauspielerin beim 26. Festival der drei Kontinente in Nantes. Sie spielte in Filmen wie Santouri, Halbmond (Gewinner der Goldenen Muschel beim Festival Internacional de Cine de San Sebastián 2006), Mim Mesle Madar, englisch M for Mother (Irans Beitrag für den Oscar in der Kategorie „Bester fremdsprachiger Film“) sowie Alles über Elly (gewann 2009 den Silbernen Bären für die beste Regie bei der Berlinale sowie den Preis für den besten Film beim New Yorker Tribeca-Festival) mit.

Farahani setzt sich für den Umweltschutz und Opfer von Tuberkulose ein.

Nach dem Film Der Mann, der niemals lebte wurde sie Berichten zufolge von iranischen Behörden daran gehindert, das Land zu verlassen; dies wurde allerdings von ihren Arbeitskollegen dementiert, und kurze Zeit später erschien sie bei der Premiere des Films in den USA. In einem Interview mit Spiegel Online schilderte sie indes ihre Schwierigkeiten mit den iranischen Behörden aufgrund des Films; sie soll monatelang unter Druck gesetzt worden sein. Sie sollen der Produktion vorgeworfen haben, darin die iranische Regierung zu negativ darzustellen. Später wurde sie erneut an der Ausreise gehindert, anschließend habe man sie vor ein Revolutionsgericht geladen und ihr dort vorgeworfen, eine Gefahr für die Sicherheit Irans zu sein; sie wurde auch an der Zusammenarbeit mit der CIA beschuldigt. Sie konnte später jedoch wieder abreisen.

Aufgrund dieser Erlebnisse hat sie den Iran verlassen und lebt seither in Paris.

Neben der Schauspielerei ist sie auch musikalisch tätig; sie war in einer Band namens Kooch Neshin, später arbeitete sie mit Mohsen Namjoo, einem anderen Exil-Iraner und Musiker, zusammen und unterstützte ihn auf dem Album Oy, auf dem Farahani Klavier spielt und gelegentlich singt.

Farahani wurde 2017 in die Academy of Motion Picture Arts and Sciences aufgenommen, die jährlich die Oscars vergibt.

Einzelnachweise

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