Fluch der Karibik Wiki
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Das am 7. Juni 2017 erschienene englischsprachige Buch Pirates of the Caribbean – Salazar‘s Revenge ist der zweite zum Film Salazars Rache erschienene Roman, der die Filmhandlung wiedergibt. Autor Greg Ehrbar hat ihn für den britischen Verlag Parragon auf der Basis des Drehbuchs von Jeff Nathanson geschrieben.        

Im Unterschied zum amerikanischen Roman Pirates of the Caribbean – Dead Men Tell No Tales von Elizabeth Rudnick enthält dieses Buch auch 16 Fotos aus dem Film auf 8 Bildtafeln, die wie bei den deutschsprachigen Romanen zur ersten Trilogie von Wolfgang und Rebecca Hohlbein in der Mitte des Buches eingebunden sind.

Mit 169 Seiten ist er bei zusätzlich kleinerer Druckfläche deutlich kürzer als der amerikanische Roman von Elizabeth Rudnick. Ehrbar fasst sich wesentlich knapper, für Fremdsprachler ist der Roman auch leichter verständlich geschrieben. Die insgesamt 19 Kapitel (einschließlich Prolog) sind – ebenso wie bei Rudnick – ohne zusätzlichen Titel. Im Unterschied zu Rudnicks Buch fehlt hier im Prolog der wenigstens akustische Auftritt von Elizabeth Swann. Dafür ist hier die Sequenz vorhanden, in der die Joshamee Gibbs Scrum in die Rolle des Captains der Dying Gull schwatzt und Scrum von Soldaten auf der HMS Essex verprügelt wird, um die Crew dazu zu bringen, den Aufenthaltsort der Flüchtigen preiszugeben.

Unterschiede zum Film

Ebenso wie in Rudnicks Roman findet die Haupthandlung sieben Jahre nach dem Prolog statt, während im veröffentlichten Film neun Jahre vergehen.

Desgleichen meint Jack, dass er verflucht sei und fürchtet sich deshalb, sein Entermesser zu benutzen. Als er es dennoch tut, um sich zu beweisen, dass kein Fluch auf ihm liegt, fliegt es in einen Steckbrief, mit dem nach Captain Jack Sparrow gefahndet wird.

Gleichartig abweichend vom veröffentlichten Film ist auch die Rückblende, in der Salazar Barbossa erzählt, weshalb er zum Piratenjäger wurde. Während im Film Vater und Großvater von Piraten getötet wurden, war Salazars Vater auch in Ehrbars Version ein korrupter Admiral, der sich bestechen ließ, wofür nicht nur er selbst ins Gefängnis musste, sondern seine Frau in Sippenhaft genommen wurde und im Gefängnis starb. Nach der Haftentlassung des Vaters tötete Armando ihn selbst und wurde Piratenjäger.

Es fehlt ebenfalls die Wiedersehensszene des Ehepaars Turner nach Wills Rückkehr von der Flying Dutchman.

Ebenfalls gleich ist die fehlende Bonusszene nach dem Abspann.

Anmerkung

Beide Romane, die sich auf die Filmhandlung beschränken, machen anhand abweichender Bezeichnungen deutlich, dass den Autor(inn)en der Romane Spielraum für eigene Interpretationen bleibt, obwohl die Quelle jeweils das Drehbuch des Filmes ist. Das zeigt sich einmal in der unterschiedlichen Darstellung der Anfangssequenz, in der bei Rudnick Elizabeth Swann jedenfalls akustisch auftritt, während sie bei Ehrbar ebenso wenig in Erscheinung tritt wie im Filmprolog selbst.

Desweiteren belegen Rudnick und Ehrbar die in Erscheinung tretenden Soldaten mit unterschiedlichen Dienstgraden. Maddox ist bei Rudnick ein Petty Officer (ein Rang, den es in der Royal Navy nur als Laufbahngruppe, aber nicht als einzelnen Dienstgrad gibt. Bei der US Navy hingegen ist dies ein eigener Dienstgrad.) Bei Ehrbar mutiert er zum Offizier, wird auch als Lieutenant bezeichnet. Anscheinend liefert das Drehbuch keinen expliziten Dienstgrad dieses Vorgesetzten der Schar von Matrosen an der Bilgepumpe.

Bei den Navy-Angehörigen, die Carina Smyth in Saint Martin verfolgen, ist sowohl bei Rudnick als auch bei Ehrbar pauschal von Soldaten ohne nähere Benennung von Rängen die Rede. Hier findet sich ein Unterschied zu Meredith Rusus Roman The Brightest Star in the North – The Adventures of Carina Smyth, der sowohl die Filmhandlung als auch die Vorgeschichte von Carina Smyth enthält. Rusu macht die Navy-Angehörigen ebenso pauschal zu Offizieren. Dabei ist denkbar, dass Rusu hier an amerikanische Polizisten gedacht haben mag, die unabhängig von ihrem tatsächlichen Dienstgrad grundsätzlich als „Officer“ tituliert werden.  

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